Vorschau auf red dot design award

Page Online streift in seinen News schon einmal Preisträger des diesjährigen red dot design awards: den Grand Prix und den Juniorpreis. Die Preisverleihung findet Mitte November statt.
Die Jury hatte alle Hände voll zu tun, wurden doch dieses Jahr wiederum mehr Arbeiten eingesandt als im Vorjahr. Mehr als 2.600 Exponate aus 18 Nationen mussten gesichtet werden. Im Zusammenhang mit der Bewertung gibt Jury-Mitglied Robert Paulmann, Kreativ-Direktor bei MetaDesign (Berlin), zu Protokoll:
Wir haben uns zahlreiche Websites angeschaut, die, was das Visuelle angeht, sauber gestaltet waren, aber es gab nur wenige, bei denen wir sagten: Wow, so etwas haben wir noch nie gesehen?
Wir werden die ausgezeichneten Arbeiten mit Spannung erwarten!
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 17.08.2002 — permalink
Paddeln - die letzte und das letzte…

Runkel bis Laurenburg heisst die letzte Etappe, die auch unsere längste sein sollte: 36 Kilometer, Endspurt inklusive…
Die Route ist abwechlungsreich. Von langweiligen begradigten Abschnitten bis zu wunderbaren natürlichen (oder renaturierten?) Teilen ist alles dabei. Deutsche Brückenbaukunst von gestern (A3) und heute (ICE), gesehen von unten, beeindruckt nur wenig…
Kurz nach den Brücken aber werden wir versöhnt durch die beispielhafte Eintracht und unglaubliche Individualität der Limburger Dauercamper. Respekt! Wir versuchen unsere Schlagzahl erneut zu steigern…
Hinter Limburg wird’s wieder richtig nett, sicherlich einer der schönsten Teile der Lahn. Nach der letzten Schleuse stellen wir fest, dass wir unserem Zeitplan doch deutlich hinterher sind. Wir holen das letzte aus den geschundenen Armen heraus und schaffen das unglaubliche: wir übertreten die auf der Lahn zulässige Geschwindigkeit von 12 km/h.
Ausgepowert, glücklich und ein wenig traurig zugleich kommen wir in Laurenburg an und philosophieren über den nächsten Fluss: Neckar, Regen oder vielleicht gleich die Ardèche?
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 16.08.2002 — permalink
Die Burg, die keiner kennt.

Es war nichts als Zufall, aber der hilft - wie so oft. Sollte es doch nur ein kurzer Geschäftstermin im Rheingau sein. Ich will nach dem Termin wieder zurück zu Bölling als ich einen Turm im Augenwinkel hatte. Wirklich! Ich drehe herum und kreuze durch das kleine Örtchen bis ich die Einfahrt finde. Hohe Bäume, altes Pflaster und eine kleine Burg. Und ich meine auch Burg und nicht Schloss - also richtig alt!
Ich gehe hinein und spreche mit dem Verwalter und mir geht das Herz auf. Genau auf unserer Linie: kein Getue, solides Handeln. Er erzählt vom baldigen Ausbau, denn bislang könne man nur fünf Zimmer anbieten und die seien immer ausgebucht.
A propos buchen, ich frage nach einem Tisch fürs Wochenende. Der Verwalter bejaht und bietet mir einen Tisch an - allerdings Ende September.
Sterne hat das Haus auch, aber davon will hier keiner etwas wissen. Gerade letzte Woche habe man den Testessern nach getaner Arbeit eine Rechnung gereicht und sie darum gebeten, das Haus nirgends zu erwähnen. Werbung oder Publicity? Fehlanzeige. Mund zu Mund lautet die Devise. Gibt’s ein besseres Kompliment?
Ich werde probieren einen Tisch unterhalb der Woche zu ergattern und werde berichten, aber nicht werben. Wer wissen will, wo die Burg versteckt ist, schreibe mir eine Mail.
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 15.08.2002 — permalink
Update zu kluger Köpfin
Edlef von NetBib hat das Verschwinden der Dame mit dem klugen Kopf ganz schön in den Bann gezogen.
Folgendes sandte er per mail:
hier die Antwort direkt aus der Bibliothek der FAZ:
“Ich habe dies kurz hier im KollegInnenkreis diskutiert. Wir wissen es leider auch nicht. Außer bis zu der Feststellung, daß diese unsere Zeitung nie ein feministisches Kampfblatt war, kamen wir hier auch nicht weiter. :o)
Es gibt wohl nur die Möglichkeit, hier eine Anfrage beim Marketing oder bei der Geschäftsführung zu starten. Aber interessant ist die Frage schon. Ich habe bis zu Ihrer Anfrage, darüber noch nicht nachgedacht. Auf dem Dach unseres Hauses ist allerdings immer noch die Frau zu sehen. Aber eine Antwort ist dies natürlich nicht.
Herzliche Grüße aus der Welt der klugen (weiblichen und männlichen) Köpfe,....”
Ein wenig später dann noch eine mail:
hier noch ein Nachtrag der Kollegin von der FAZ:
“Ich habe noch einmal kurz recherchiert: Die zeitungslesende Dame wurde bis 1992 eigentlich relativ häufig benutzt. 1992 tauchte sie nocheinmal in einer Werbekampagne auf. Natürlich wurden in der S&F-Werbekampagne *Dahinter steckt immer ein kluger Kopf* auch Frauen fotografiert. Aber seit einiger Zeit taucht als Signet tatsächlich nur noch der Mann auf. Warum, weiß ich auch nicht.”
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 15.08.2002 — permalink
Kanu - Fortsetzung

Das ist sie, die Tagesetappe des dritten Tages, nur ein kleiner Teil vor Weilburg fehlt.
Das Highlight des Tages ist ohne Zweifel der Weilburger Schiffstunnel - ein Relikt aus der Zeit, als die Lahn Wasserstrasse von wirtschaftlicher Bedeutung war.
Mit dieser Attraktion kommt nun Verkehr auf, denn vor dem Tunnel ist Einsetzstelle verschiedener Anbieter von Tagesouren. Es geht zu wie in Frankfurt auf der Zeil; nicht schnell, aber mindestens genau so durcheinander. Vorbei sind die ruhigen Zeiten - Naturerlebnis für Stadtkinder: diejenigen ohne Walkman auf den Ohren schreien und kreischen. Kanufahren muss etwas mit Abenteuer zu tun haben.
Die selbst zu bedienende Doppelschleuse hinter dem Tunnel bereitet dem selbst ernannten Schleusenmeister - Teilnehmer einer organisierten Tagestour und wohl auch aus einer grossen Stadt - kein Problem. Majestätisch blickt er aus seiner Camel-Trophy-Weste auf uns herab und müht sich möglichst professionell zu wirken. Nach einiger ereignisloser Zeit entschliessen ich mich, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass die Scheuse auch in 100 Jahren nicht leer läuft, wenn man auf der Bergseite nicht schliesst. Schade, bis dahin sah’s wirklich gekonnt aus ...
Nach der Schleuserei machen wir Dampf und führen den Namen unseres Bootes ad absurdum. Manche der Verfolger kentern auf den ersten Metern und der Rest kann unsere Pace nicht halten - die Besatzung der »Follow Me« grinst breit ...
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 15.08.2002 — permalink
Nicht geübt und doch gleich gekonnt…
Morgen liefert Bölling ein paar Visits zum Kunden, auf die wir aus besonderem Grund ein klein wenig stolz sind. Nicht weil wir finden, dass wir toll gedruckt haben - darüber sollen andere befinden. Vielmehr freuen wir uns, dass wir die Idee hatten und diese abgeschaut wurde. Und das auch noch beim ersten Job mit dieser Agentur - einen schönen Gruss nach Mainz, schnell gelernt!
Unsere Visitenkarte macht’s vor, dass da wo Licht ist auch Schatten sein muss. Soll heissen, dass man auch ein paar Gedanken an die Rückseite verschwenden sollte. Prägt man auf der einen Seite etwas hoch, kann man die Kehrseite doch prima in die Gestaltung einbinden, oder?
Deshalb an dieser Stelle das Muster zum Abkupfern:
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.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 14.08.2002 — permalink
Paddeln - die dritte, am zweiten Tag

Die Knochen taten weh, als es morgens wieder ans Ruder ging. Kein Wunder, denn 35 Flusskilometer am ersten Tag zu machen, ist eines der schönsten Beispiele unsäglicher Selbstüberschätzung.
Der Männerbadeverein lud zwar zur Erholung ein, aber irgendwie fanden wir den Namen des 1875 gegründeten Clubs einfach zu befremdlich…
Spannung kommt in Giessen auf, denn dort sind zwei Bootsgassen zu überwinden. Es erinnert an Wasserrutschen aus Vergnügungsparks - klasse! Unten angekommen schauen wir in die traurigen Gesichter einer Familie. Die Strömung nach der Gasse kann verheerend sein, wenn man quer dazu kommt. Ein Glück, wir konnten die »Follow Me« auf Kurs halten.
Ein Gewitter dämpft die Stimmung und stärkt den Fluss! Anderthalb Stunden unter einer Brücke, na prima.
Camp No. 3 ist in Selters. Wir mussten uns der Natur beugen und schaffen so nur 21 Kilometer.
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 14.08.2002 — permalink
Nichtlustig?

Zum Feierabend ein Cartoon von nichtlustig.de. Erinnert mich an eine Weisheit, die ich einst auf wopizza.de gelesen habe:
When you find out that you ride a dead pony, get off. Don’t try to revive the pony. Don’t look for a stronger whip. Do not tell people that your dead pony is “better, faster and cheaper”. Do not ask others how to ride a dead pony. Change horses!
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 13.08.2002 — permalink
Kanu - die zweite

Eigentlich wollten wir’s an unserem ersten Tag ja ruhig angehen lassen… Aber wo bleibt da der Anspruch? Tatenloses Treibenlassen ist einfach nicht unsere Sache.
Bei leichter Bewölkung ging’s satte 35 Flusskilometer abwärts. Der Tag kam mit einigem daher: Graureiher und Wildenten aus bisher ungekannter Nähe, zwei Bootsgassenabfahrten in Giessen und die ehemalige preussisch-hessische Landesgrenze bei Flusskilometer “0”.
Der arg reglementierte und beinahe ausschliesslich von Dauercampern mit hübsch verzierten Vorgärten belagerte Platz »Wetzlar Fischerhütte« war dann unser Lager No. 2
Morgen geht’s weiter…
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 13.08.2002 — permalink
FAZ mit kluger Köpfin?

Eigentlich ist es lästig und unangenehm, eine uralte Küche zu renovieren, wenn da nicht Zeitungen aus vergangenen Zeiten zutage gekommen wären!
Auf einer F.A.Z. anno 1962 fand ich nicht nur den klugen Kopf sondern auch noch ein weibliches Pendant.
Wo ist die Gute abgeblieben? In S-Bahnen und auf Plakaten treffe ich immer nur ihn. Weiss jemand etwas über sie - ich meine, wann sie verloren ging oder so…
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 13.08.2002 — permalink
D-Mark stabiler als Euro

“Ja, klar - das weiss doch jeder!” werden Sie sagen. Bölling will sich aber nicht in die Diskussion um Leitzinsen und Stabilitätskriterien einmischen - darüber diskutieren schon genug Leute ergebnislos. Bei uns dreht sich’s - wie so oft - um den guten Druck.
Heute haben wir der Taunus-Zeitung entnehmen können, dass seit dem Euro-Start in Deutschland bereits 50 Millionen Noten aus dem Verkehr gezogen werden mussten. Wenigstens eine Bestleistung für die neue Währung, das hat unsere D-Mark nicht vermocht. Die ist nämlich im Schnitt fünf Mal durch die Bundesbank geschleust worden, € wird nach drei Mal verbrannt.
Aber unser neuer Freund kann noch etwas viel besser: Störungen in Geldautomaten verursachen: ca. doppelt so oft wie die gute alte DM!
Also doch t-€, oder?
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 12.08.2002 — permalink
Mutiges Paddeln

Nun, ein bisschen mutig war das Unterfangen doch, um auch gleich auf Deutschlands Thema No. 1 zu sprechen zu kommen. Marco meint damit aber nicht etwa Schröder/Stoiber-Prognosen, sondern das Wetter! Die Frösche sprachen von Gewitter, Bewölkung, Regen, kurz: bestes August-Wetter.
Wir verfrachteten die »Follow Me« zu Basislager No. 1 bei Roth an der Lahn, das auch unsere Einsatzstelle für den folgenden Mittwoch sein sollte. Im Übrigen, vielen Dank an den Ortsvorsteher, der unser Lager gestattet hat!
Über die tolle nasskalte Nacht will ich mich hier nicht auslassen, aber morgen gibt’s dann die ersten Bilder aus dem Wasser…
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 12.08.2002 — permalink
Irgendwie bekannt
“Musik darf und wird es auch morgen nicht umsonst geben, sonst droht ein Gau in diesem wichtigen Kulturbereich.” Ist das wirklich so?
tractatus ignavus
1. ich arbeite als bildbearbeiter für das fotostudio eines grossen einzelhandels-konzerns.
1.1 meine arbeit wird durch die tariflichen bestimmungen des einzelhandels geregelt.
1.1.1 in den monaten februar, märz, april und august, september, oktober herrscht allgemeine urlaubssperre wegen saisonarbeit.
1.2 meine wochenarbeitszeit beträgt 37.5 stunden.
1.2.1 in den sechs monaten der saison unterschreitet meine wochenarbeitszeit selten die 55 stunden, oft sind es über 60 stunden.
1.2.2 die arbeitszeit wird mittels einer stechuhr erfasst.
1.2.2.1 gleitzeit.
1.2.2.2 die arbeitszeit wird mit einer genauigkeit von 3 minuten erfasst.
1.2.3 das arbeitszeitkonto erstreckt sich in einem spielraum von +/- 75 stunden.
1.2.3.1 bis zur 75sten überstunde werden die überstunden in einem verhältnis von 1:1 abgebummelt.
1.2.3.2 ab der 75sten überstunde verfallen die überstunden oder werden 1:1 bezahlt, wenn sie vorher vom vorgesetzten angemeldet wurden.
1.2.4 eine begehung des arbeitsplatzes durch den sicherheitsbeauftragten ergab erhebliche ergonomische mängel.
1.2.4.1 ich arbeite durchgehend angestrengt am bildschirm.
1.2.4.2 ich entwickle eine wirkstoffresistenz gegen acetylsalicylsäure, paracetamol und ibuprofen.
1.2.4.2.1 oft sind meine kopfschmerzen so stark, dass ich licht- und geräuschempfindlich bin.
2 ich weine mich oft in den schlaf.
2.1 ich sehe meine eltern selten, obwohl sie in der gleichen stadt wohnen.
2.2 ich war vor drei jahren zuletzt am grab meiner grosseltern.
2.3 ich treffe meine freunde nur noch zu besonderen anlässen.
2.4 ich bin ungerecht zu meiner freundin, weil ich oft jähzornig und launisch bin.
2.5 in meinen glücklichsten momenten fühle ich mich einsam.
2.5.1 meine glücklichsten momente resultieren aus endorphin-ausschüttung bei totaler körperlicher verausgabung.
2.5.2 ich fahre am liebsten bei regen mit dem rennrad, da dann das gefühl der freiheit am grössten ist.
3 ich habe angst.
3.1 ich habe mitleid mit tieren im zoo.
3.2 ich empfinde eine abneigung gegen liebesfilme.
3.3 ich verstecke meine arroganz.
3.4 ich mag das alte.
3.5 ich mag spielwarenabteilungen in kaufhäusern.
4 ich bekomme eine schulung in xxxxxx xx. dafür werde ich eine woche im monat von meiner normalen arbeit freigestellt.
4.1 ich habe die leitung einer arbeitsgruppe übertragen bekommen, deren qualifikation erst durch erhebliche weiterbildungsmassnahmen hergestellt werden muss.
4.1.1 diese arbeitsgruppe steht unter erheblichem erfolgsdruck.
4.1.1.1 ich habe zugestimmt, an einem tag in der woche zuhause zu arbeiten, um mich besser weiterbilden zu können.
4.1.1.2 ein raum meiner zweizimmerwohnung wird bald ein büro mit 2 macintosh-rechnern sein.
4.1.2 den anderen raum mit 15,5 quadratmetern werde ich zum wohnen nutzen.
4.1.3 ich soll ausserhalb der arbeitszeit kenntnisse erwerben, die meine arbeitskraft verbessern.
4.1.3.1 auch während der saison.
4.1.3.2 wenn ich bei meiner arbeit fehler mache, werde ich von meinen vorgesetzten gemieden.
4.2 die selbstvorwürfe und zweifel lassen mich in einem solchen fall nicht schlafen.
4.3 die ersten abteilungen unseres bereiches wurden aus wirtschaftlichen gründen geschlossen.
4.4 ich möchte nicht arbeitslos werden.
4.5 ich habe nie das gefühl, genug getan zu haben.
5 mein chef sagt, ich sei nicht mit der nötigen begeisterung bei der arbeit.
6 diese begeisterung könne man erwarten, wenn man etwas geschenkt bekommt.
7 ich weiss nicht, wie lange ich so noch kann.
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 09.08.2002 — permalink
Charlton Heston

—BD will continue to deep link ‘until you pry this keyboard from his cold dying hand’ (with apologies to Charlton Heston).
.. und scheut sich auch hier nicht vor sehr tiefen Verlinkungen. Das hat System, denn Adelman wird nach eigener Aussage erst mit dem Deep Linking aufhören, “wenn ihm die Tastatur aus seiner kalten, sterbenden Hand genommen wird”.
Was denken sich diese Leute eigentlich? Dass Ihnen die ganze Welt gehört? Die Worte, die Bilder, die Gedanken? Und dass man sich für alles eine Eintrittskarte (bei ihnen) kaufen soll, bevor man als denkendes Wesen seinen Blick darauf wendet?
Service ohne Worte
“KAUFT BITTE VIEL BEI MIR!
AN ALLE POTENTIELLEN GELDGEBER
Ich bin ein Mensch, deren ein Sinn des Lebens in der Akkumulation von Moneten liegt. Da ich aber noch einen gewissen Zeitraum mit meinem Jura-Studium zubringen muß, mich also in einer Ära des Lebens befinde, in der man normalerweise nicht viel Knete in der Tasche hat und ich auch wahrhaftig keinen Elan dazu aufbringen kann, irgendwelchen unterbezahlten Studentenjobs nachzugehen, habe ich folgendes System für die Anhäufung von Scheinchen; alles kaufen, was man irgendwie günstig kriegen kann und anschließend versuchen, selbige Ware mit selbstverständlich möglichst großer Rendite wieder zu verkaufen. Wenn der prozentuale Gewinnfaktor anschließend stimmt, verfalle ich in reine Euphorie.DESHALB KAUFT BITTE VIEL BEI MIR
Ich gebe mir äußerste Mühe, den Kunden, welcher Ware von mir erwirbt, überdurchschnittlich zufrieden zu stellen. Der Grund dafür ist der, daß ein zufriedener Kunde sicherlich jemand ist, der gerne wieder bei einem Menschen etwas erwirbt, mit dem er bei einem vorangegangenem Kauf gute Erfahrungen gemacht hat, worin die logische Schlußfolgerung darin besteht, daß die Kasse noch mehr klingelt. Mit freundlichen Grüßen, Wolf”
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 08.08.2002 — permalink
Von der Faser zum fertigen Druck

Schneidersöhne veranstaltet gelegentlich interessante Seminare und Workshops. Dieser erscheint uns der besonderen Erwähnung wert: Papier hautnah - von der Faser zum fertigen Druck.
Bölling stellt immer wieder fest, dass über Papier viel zu wenig bekannt ist. Wo kommt es her? Was soll drauf? Wo will es hin? Fragen, die uns täglich bewegen ..
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 07.08.2002 — permalink

