Paddeln - die dritte, am zweiten Tag

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Die Knochen taten weh, als es morgens wieder ans Ruder ging. Kein Wunder, denn 35 Flusskilometer am ersten Tag zu machen, ist eines der schönsten Beispiele unsäglicher Selbstüberschätzung.

Der Männerbadeverein lud zwar zur Erholung ein, aber irgendwie fanden wir den Namen des 1875 gegründeten Clubs einfach zu befremdlich…

Spannung kommt in Giessen auf, denn dort sind zwei Bootsgassen zu überwinden. Es erinnert an Wasserrutschen aus Vergnügungsparks - klasse! Unten angekommen schauen wir in die traurigen Gesichter einer Familie. Die Strömung nach der Gasse kann verheerend sein, wenn man quer dazu kommt. Ein Glück, wir konnten die »Follow Me« auf Kurs halten.

Ein Gewitter dämpft die Stimmung und stärkt den Fluss! Anderthalb Stunden unter einer Brücke, na prima.

Camp No. 3 ist in Selters. Wir mussten uns der Natur beugen und schaffen so nur 21 Kilometer.

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 14.08.2002 — permalink

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Nichtlustig?

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Zum Feierabend ein Cartoon von nichtlustig.de. Erinnert mich an eine Weisheit, die ich einst auf wopizza.de gelesen habe:

When you find out that you ride a dead pony, get off. Don’t try to revive the pony. Don’t look for a stronger whip. Do not tell people that your dead pony is “better, faster and cheaper”. Do not ask others how to ride a dead pony. Change horses!

 

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 13.08.2002 — permalink

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Kanu - die zweite

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Eigentlich wollten wir’s an unserem ersten Tag ja ruhig angehen lassen… Aber wo bleibt da der Anspruch? Tatenloses Treibenlassen ist einfach nicht unsere Sache.

Bei leichter Bewölkung ging’s satte 35 Flusskilometer abwärts. Der Tag kam mit einigem daher: Graureiher und Wildenten aus bisher ungekannter Nähe, zwei Bootsgassenabfahrten in Giessen und die ehemalige preussisch-hessische Landesgrenze bei Flusskilometer “0”.

Der arg reglementierte und beinahe ausschliesslich von Dauercampern mit hübsch verzierten Vorgärten belagerte Platz »Wetzlar Fischerhütte« war dann unser Lager No. 2

Morgen geht’s weiter…

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 13.08.2002 — permalink

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FAZ mit kluger Köpfin?

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Eigentlich ist es lästig und unangenehm, eine uralte Küche zu renovieren, wenn da nicht Zeitungen aus vergangenen Zeiten zutage gekommen wären!

Auf einer F.A.Z. anno 1962 fand ich nicht nur den klugen Kopf sondern auch noch ein weibliches Pendant.

Wo ist die Gute abgeblieben? In S-Bahnen und auf Plakaten treffe ich immer nur ihn. Weiss jemand etwas über sie - ich meine, wann sie verloren ging oder so…

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 13.08.2002 — permalink

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D-Mark stabiler als Euro

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“Ja, klar - das weiss doch jeder!” werden Sie sagen. Bölling will sich aber nicht in die Diskussion um Leitzinsen und Stabilitätskriterien einmischen - darüber diskutieren schon genug Leute ergebnislos. Bei uns dreht sich’s - wie so oft - um den guten Druck.

Heute haben wir der Taunus-Zeitung entnehmen können, dass seit dem Euro-Start in Deutschland bereits 50 Millionen Noten aus dem Verkehr gezogen werden mussten. Wenigstens eine Bestleistung für die neue Währung, das hat unsere D-Mark nicht vermocht. Die ist nämlich im Schnitt fünf Mal durch die Bundesbank geschleust worden, € wird nach drei Mal verbrannt.

Aber unser neuer Freund kann noch etwas viel besser: Störungen in Geldautomaten verursachen: ca. doppelt so oft wie die gute alte DM!

Also doch t-€, oder?

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 12.08.2002 — permalink

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Mutiges Paddeln

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Nun, ein bisschen mutig war das Unterfangen doch, um auch gleich auf Deutschlands Thema No. 1 zu sprechen zu kommen. Marco meint damit aber nicht etwa Schröder/Stoiber-Prognosen, sondern das Wetter! Die Frösche sprachen von Gewitter, Bewölkung, Regen, kurz: bestes August-Wetter.

Wir verfrachteten die »Follow Me« zu Basislager No. 1 bei Roth an der Lahn, das auch unsere Einsatzstelle für den folgenden Mittwoch sein sollte. Im Übrigen, vielen Dank an den Ortsvorsteher, der unser Lager gestattet hat!

Über die tolle nasskalte Nacht will ich mich hier nicht auslassen, aber morgen gibt’s dann die ersten Bilder aus dem Wasser…

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 12.08.2002 — permalink

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Irgendwie bekannt

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“Musik darf und wird es auch morgen nicht umsonst geben, sonst droht ein Gau in diesem wichtigen Kulturbereich.” Ist das wirklich so?

tractatus ignavus

1. ich arbeite als bildbearbeiter für das fotostudio eines grossen einzelhandels-konzerns.
1.1 meine arbeit wird durch die tariflichen bestimmungen des einzelhandels geregelt.
1.1.1 in den monaten februar, märz, april und august, september, oktober herrscht allgemeine urlaubssperre wegen saisonarbeit.
1.2 meine wochenarbeitszeit beträgt 37.5 stunden.
1.2.1 in den sechs monaten der saison unterschreitet meine wochenarbeitszeit selten die 55 stunden, oft sind es über 60 stunden.
1.2.2 die arbeitszeit wird mittels einer stechuhr erfasst.
1.2.2.1 gleitzeit.
1.2.2.2 die arbeitszeit wird mit einer genauigkeit von 3 minuten erfasst.
1.2.3 das arbeitszeitkonto erstreckt sich in einem spielraum von +/- 75 stunden.
1.2.3.1 bis zur 75sten überstunde werden die überstunden in einem verhältnis von 1:1 abgebummelt.
1.2.3.2 ab der 75sten überstunde verfallen die überstunden oder werden 1:1 bezahlt, wenn sie vorher vom vorgesetzten angemeldet wurden.
1.2.4 eine begehung des arbeitsplatzes durch den sicherheitsbeauftragten ergab erhebliche ergonomische mängel.
1.2.4.1 ich arbeite durchgehend angestrengt am bildschirm.
1.2.4.2 ich entwickle eine wirkstoffresistenz gegen acetylsalicylsäure, paracetamol und ibuprofen.
1.2.4.2.1 oft sind meine kopfschmerzen so stark, dass ich licht- und geräuschempfindlich bin.
2 ich weine mich oft in den schlaf.
2.1 ich sehe meine eltern selten, obwohl sie in der gleichen stadt wohnen.
2.2 ich war vor drei jahren zuletzt am grab meiner grosseltern.
2.3 ich treffe meine freunde nur noch zu besonderen anlässen.
2.4 ich bin ungerecht zu meiner freundin, weil ich oft jähzornig und launisch bin.
2.5 in meinen glücklichsten momenten fühle ich mich einsam.
2.5.1 meine glücklichsten momente resultieren aus endorphin-ausschüttung bei totaler körperlicher verausgabung.
2.5.2 ich fahre am liebsten bei regen mit dem rennrad, da dann das gefühl der freiheit am grössten ist.
3 ich habe angst.
3.1 ich habe mitleid mit tieren im zoo.
3.2 ich empfinde eine abneigung gegen liebesfilme.
3.3 ich verstecke meine arroganz.
3.4 ich mag das alte.
3.5 ich mag spielwarenabteilungen in kaufhäusern.
4 ich bekomme eine schulung in xxxxxx xx. dafür werde ich eine woche im monat von meiner normalen arbeit freigestellt.
4.1 ich habe die leitung einer arbeitsgruppe übertragen bekommen, deren qualifikation erst durch erhebliche weiterbildungsmassnahmen hergestellt werden muss.
4.1.1 diese arbeitsgruppe steht unter erheblichem erfolgsdruck.
4.1.1.1 ich habe zugestimmt, an einem tag in der woche zuhause zu arbeiten, um mich besser weiterbilden zu können.
4.1.1.2 ein raum meiner zweizimmerwohnung wird bald ein büro mit 2 macintosh-rechnern sein.
4.1.2 den anderen raum mit 15,5 quadratmetern werde ich zum wohnen nutzen.
4.1.3 ich soll ausserhalb der arbeitszeit kenntnisse erwerben, die meine arbeitskraft verbessern.
4.1.3.1 auch während der saison.
4.1.3.2 wenn ich bei meiner arbeit fehler mache, werde ich von meinen vorgesetzten gemieden.
4.2 die selbstvorwürfe und zweifel lassen mich in einem solchen fall nicht schlafen.
4.3 die ersten abteilungen unseres bereiches wurden aus wirtschaftlichen gründen geschlossen.
4.4 ich möchte nicht arbeitslos werden.
4.5 ich habe nie das gefühl, genug getan zu haben.
5 mein chef sagt, ich sei nicht mit der nötigen begeisterung bei der arbeit.
6 diese begeisterung könne man erwarten, wenn man etwas geschenkt bekommt.
7 ich weiss nicht, wie lange ich so noch kann.

—Das hier zum Wochenende ..

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 09.08.2002 — permalink

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Charlton Heston

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—BD will continue to deep link ‘until you pry this keyboard from his cold dying hand’ (with apologies to Charlton Heston).

.. und scheut sich auch hier nicht vor sehr tiefen Verlinkungen. Das hat System, denn Adelman wird nach eigener Aussage erst mit dem Deep Linking aufhören, “wenn ihm die Tastatur aus seiner kalten, sterbenden Hand genommen wird”.

Was denken sich diese Leute eigentlich? Dass Ihnen die ganze Welt gehört? Die Worte, die Bilder, die Gedanken? Und dass man sich für alles eine Eintrittskarte (bei ihnen) kaufen soll, bevor man als denkendes Wesen seinen Blick darauf wendet?

Service ohne Worte

“KAUFT BITTE VIEL BEI MIR!

AN ALLE POTENTIELLEN GELDGEBER
Ich bin ein Mensch, deren ein Sinn des Lebens in der Akkumulation von Moneten liegt. Da ich aber noch einen gewissen Zeitraum mit meinem Jura-Studium zubringen muß, mich also in einer Ära des Lebens befinde, in der man normalerweise nicht viel Knete in der Tasche hat und ich auch wahrhaftig keinen Elan dazu aufbringen kann, irgendwelchen unterbezahlten Studentenjobs nachzugehen, habe ich folgendes System für die Anhäufung von Scheinchen; alles kaufen, was man irgendwie günstig kriegen kann und anschließend versuchen, selbige Ware mit selbstverständlich möglichst großer Rendite wieder zu verkaufen. Wenn der prozentuale Gewinnfaktor anschließend stimmt, verfalle ich in reine Euphorie.

DESHALB KAUFT BITTE VIEL BEI MIR
Ich gebe mir äußerste Mühe, den Kunden, welcher Ware von mir erwirbt, überdurchschnittlich zufrieden zu stellen. Der Grund dafür ist der, daß ein zufriedener Kunde sicherlich jemand ist, der gerne wieder bei einem Menschen etwas erwirbt, mit dem er bei einem vorangegangenem Kauf gute Erfahrungen gemacht hat, worin die logische Schlußfolgerung darin besteht, daß die Kasse noch mehr klingelt. Mit freundlichen Grüßen, Wolf”

 

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 08.08.2002 — permalink

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Von der Faser zum fertigen Druck

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Schneidersöhne veranstaltet gelegentlich interessante Seminare und Workshops. Dieser erscheint uns der besonderen Erwähnung wert: Papier hautnah - von der Faser zum fertigen Druck.

Bölling stellt immer wieder fest, dass über Papier viel zu wenig bekannt ist. Wo kommt es her? Was soll drauf? Wo will es hin? Fragen, die uns täglich bewegen ..

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 07.08.2002 — permalink

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Wasserfeste Bilder

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Marco ist unterwegs. Ein paar Tage (5), oder so. Entspannen beim Paddeln. Klingt wohltuend und fordernd zugleich. Irgendwie beneide ich ihn.

Letzter Stand der Dinge war, dass die geliehene Canon Ixus Digikamera in ein wasserdichtes Ufokorsett geklemmt wurde, wir die Kiste (siehe Foto) unter den Wasserhahn hielten und danach auf die Teletubbywiese verfrachtet haben. Dann den ‘Fotografiere-dich-selbst-Auslöser’ betätigt haben.

Hat funktioniert. Marco hat versprochen, in Bälde ein paar Abzüge direkt von der Lahn ins Weblog zu beamen. Bin gespannt.

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 06.08.2002 — permalink

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marco fährt auf der Lahn

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Es könnte ein wenig ruhiger werden in Bölling’s weblog, denn marco wird es Winnetou für ein paar Tage gleich tun und mit dem Kanu die Lahn hinunterfahren.

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 06.08.2002 — permalink

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simple, friendly, but bold

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Chesire Dave Beckerman’s Font-Doku aus der Reihe “behind the typeface” stellt Cooper Black vor. Inspiriert wurde Dave Beckerman von VH1’s “behind the music” - so hip, so schrill und so quer: Interview mit der Schrift selbst und auch deren Verwandten Hobo etc.
Läd leider eine Weile, ist es aber auf jeden Fall wert!

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 05.08.2002 — permalink

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wopizza.de mit eigenem Shop

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wopizza.de präsentiert einen Shop von besonderer Natur. Handverlesene Artikel in exzellenter Qualität und ausgefallenem Design, einfach deluxe ..

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 05.08.2002 — permalink

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Bill Gates, Harry Potter, KinderKram und Mannequins…

Dietrich Harke hat eine Sammlung von Urteilen im Designrecht zusammengetragen.

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 05.08.2002 — permalink

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Nimm zwei!

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[shift! doubletake] ist eine experimentelle Fotodokumentation von shift!, dem werbefreien, stets in veränderter Form erscheinenden Anit-Mainstream-Magazin.

Jeden Tag wurden in Abständen von 20 Minuten insgesamt 36 Bilder geschossen, der Film zurückgespult und an einen enfernten Freund geschickt, der diesen Vorgang wiederholte.

Auf diese Weise entstanden ca. 1.800 Frames, eingefangen von über 100 Personen.

 

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 04.08.2002 — permalink

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