Papierknäuel
US-Forscher an der University of Chicago haben festgestellt, daß Papierknäuel unter Druck wochenlang langsam vor sich hinschrumpfen. Anders als bisher vermutet, hängt die endgültige Größe eines Blatts nicht davon ab, wie stark der Druck ist, sondern davon, wie lange er einwirkt.
Papier verhält sich beim Knüllen wie ein Haufen steifer Federn, die sich weiterem Druck entgegensetzen. In den Papierfalten speichert sich Energie. Knüllt man ein Blatt Papier per Hand so fest zusammen, wie man kann, so enthält das Objekt immer noch 75 Prozent Luft, so die Forscher. Sie halten die bisherigen mathematischen Modelle für unzureichend, weil sie mindestens zwei Faktoren außer Acht lassen: Zum einen verteile sich die Druckenergie über das ganze Knäuel, weil Papierstücke beim Knüllen aufeinander reiben. Zum anderen lassen es die Modelle theoretisch zu, daß das Papier wieder in seine ursprünglich glatte Form zurückkehrt. Sie vernachlässigen, daß Falten und damit gespeicherte Energie zurückbleibt.
Die Experten kommen zu dem Schluss: Es ist daher so gut wie unmöglich vorherzusagen, wie klein ein geknülltes Papier werden kann oder wann es seine endgültige Form erreichen wird.
Ich denke, da hilft nur eines: Üben, Üben, Üben… Die 75% Luft wird man doch auch noch klein kriegen. Ob in deren Labor ein Basketball-Korb über dem Papierkorb hängt. Ich glaube nicht…
.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) — 02.06.2004 — permalink
